Aufbau der Körpersäfte des Ayurvedas

Ayurveda Anatomie

In der ayurvedischen Physiologie findet man den Aufbau der Körpersäfte des Ayurvedas im menschlichen Organismus Dusya vor, was soviel bedeutet, wie dem Verderben ausgesetzt zu sein. Hiervon betroffen sind insbesondere die sieben Körpergewebe (Dhatu). Zu der Gruppe Dusya gehören neben Dhatu auch die Ausscheidungsorgane (Mula).
1. Plasma (Rasa); Wasser. Als Plasma bezeichnet man den flüssigen Anteil von Blut, welcher 55% ausmacht. Plasma besteht aus 90% Wasser, 7-8% Proteine (Eiweis) und ist für den Nährstofftransport zuständig.
2. Blut (Rakta); Feuer. Blut besteht zur Hälfte aus Blutplasma, einer gelben Flüssigkeit aus Wasser und Eiweißen. Die andere Häfte sind Zellen also Blutkörperchen, den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ca.99% (Sauerstofftransport), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) (Schutzpolizei) und den Blutplättchen (Thrombozyten, Blutgerinnung).
3. Muskel (Mansa); Erde
4. Fettgewebe (Medas), Erde und Wasser
5. Knochengewebe (Asthi), Erde, Luft, Feuer
6. Knochenmark (Maja), Wasser
7. Fortpflanzungsgewebe (Sukra), Wasser
Ausscheidungsorgane (Mala) sind Stuhl (Purisa), Erde, Urin (Mutra), Feuer und Wasser und Schweiß (Sveda) . Wasser

die fünf Vayus im Ayurveda

Zusammen mit den fünf Handlungsorganen bilden die fünf Vayus im Ayurveda die Energiehüllen (Pranamaya Koshas) des feinstofflichen Körpers (Suhshma Sharira):

die Energiehüllen

1. PranaVayu befindet sich im Gehirn, es bewegt sich nach unten und regelt die Einatmung und den Schluckvorgang. Prana steht in Beziehung mit der Intelligenz, dem Nervensystem und dem Respirationstrakt.
2. Udana Vayu liegt im Hals und übt Kontrolle über die Sprache, Energie und den Willen aus. Samana ist auch verantwortlich für unsere Leistung, das Gedächtnis und die Ausatmung.
3. Vyana Vayu hat seinen Sitz im Herzen und es wirkt durch den ganzen Körper. Vyana regelt den Kreislauf und ist verantwortlich für die Bewegung von Gelenken und Muskulatur.
4. Apana Vayu ist im Bauch zentriert. Apana regelt alle nach unten gerichteten Ausscheidungen wie z.B. Stuhl, Urin, Samen, Menstruationsblutung, Geburt.
5. Samana Vayu regelt mit seinem Sitz im Dünndarm das Verdauungssystem.

Stoffwechsel - Agni das Verdauungsfeuer

Agni ist das Verdauungsfeuer und ist für die Aufrechterhaltung des Immunsystems zuständig. Agni vernichtet Mikroorganismen, Bakterien und Toxine im Magen, Dünndarm und Dickdarm. Eine durchgängige Zersetzung, Resorption und Assimilation der Nahrung hängt von Agni ab, weshalb ist es für die Gesundheit unerlässlich Agni immer wieder zu stärken und aufrecht zu erhalten. Regelmäßige Mahlzeiten, günstige Nahrungs-kombinationen und ein ruhiger ausgewogener Geist. Dhatu, die Urelemente des Körpers. Dhatu bedeutet “Schicht“ und steht für die Urelemente, unsere Körpergewebe. Im Ayurveda werden sieben Gewebe unterschieden:

die sieben Gewebe im Ayurveda

1. Rasa, Plasma, Ernährung (Nahrungssaft)
2. Rakta, Hömoglobinanteil (Blut)
3. Mamsa, Muskeln und Bewegung (Fleisch)
4. Medas, Schmierung (Fett)
5. Asthi, Knochen, Körpervolumen (Knochen)
6. Majja, Nerven, Knochenmark (Knochenmark)
7.
Shukra, Fortpflanzungsgewebe (männlicher Samen)

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